Taste of Summer © by Emotional.Insanity
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Reflections


Caress my secret

it's all that I have

I'm keeping it neatly

under my bed

and all my reflections

they do what they like

but they can convince me

it sounds like a lie

(Mine - Blackmail)


Deine Füße sind kalt, und deine Finger fühlen sich an wie gefroren.Deine Gedanken drehen sich immer im Kreis.Du erträgst es nicht mehr.Du willst da eigentlich nur noch raus.Was, verdammt noch mal, hast du denn nur getan, um das zu verdienen? Das du dir das selbst antust ist das Schlimmste, es ist nicht irgendwer anders (obwohl, denkst du, du könntest immer noch Gott die Schuld zuschieben, obwohl du nicht an ihn glaubst), DU tust alles das.Und du kannst nicht aufhören, nicht jetzt, und vielleicht nie. Es wird immer so weiter gehen.Fressen, Hungern, Fressen, Hungern.Bis in alle Ewigkeiten, bis du irgendwann den Mut aufbringst, es ein für alle Mal zu beenden.Du hasst diesen Gedanken, den Gedanken an das Ende. Du willst es so nicht, aber im Moment sieht alles so hoffnungslos aus.Dein einziges Gesprächsthema:Dein Gewicht.Es ist alles worum deine Gedanken kreisen, und jedes Gespräch mit Menschen, die nichts von deinem kleinen „Problem“ wissen, ist ein einziger Krampf.Du kannst deine Gedanken kaum lange genug davon losreißen, dass du eine vernünftige Antwort auf die Frage geben kannst, was du gestern gemacht hast.“Nichts besonderes.“ Mit diesen einsilbigen Antworten hast du bald alle sozialen Kontakte beendet, so wie du im Moment jede Konversationsmöglichkeit im Keim erstickst.

Du hasst dich selbst für diesen Zug.Es wäre alles so viel einfacher...ja, wann? Was müsste passieren, was müsste sein, damit alles besser wäre? Du weißt es nicht, und das macht dir Angst. Über allem anderen hast du an dir selbst immer die Fähigkeit geschätzt, dich selbst in alle Einzelteile zu zerlegen.Deine Fähigkeit zur Analyse, nicht nur bei anderen sondern auch bei dir selbst, das zurückführen von allem auf Ursache und Wirkung hat deinen Vater schon früh dazu veranlasst, dir eine Berufslaufbahn als Psychologin ans Herz zu legen.

Und jetzt weißt du gar nichts mehr.Du hast nicht mehr die Energie, anderen zuzuhören, sodass du etwas hättest, dass du analysieren kannst , geschweige denn deine Gedanken lange genug von ihrer selbst zentrierten Bahn abzubringen um dem irgendeine Bedeutung beizumessen. Essstörung, die Diagnose ist einfach genug. Aber deren Ursache? Du hast nie darüber nachgedacht als es anfing, und nun , wo du verzweifelt nach dem WARUM suchst, als wäre es der Anker, der dich in diesem Meer aus Verzweiflung festhält, mit dessen Hilfe du dich an deinen eigenen Haaren daraus herausziehen kannst, siehst du, um einen Allgemeinplatz zu benutzen, den Wald vor lauter Bäumen nicht.Es ist unsinnig, dass weißt du.Du bräuchtest Hilfe aber allein der Gedanke daran verursacht dir Übelkeit. Du wolltest immer alles alleine schaffen, der Gedanke, andere zu brauchen ist etwas, dass du nicht ertragen kannst.Denn du bist stark, oder warst es, oder magst zumindest dieses Bild von dir, dass schon längst Risse hat.

Du bist nicht stark, du bist nicht perfekt, du bist noch nicht einmal nett , keiner weiß das besser als du selbst.Und egal was du tust, egal was du sagst, egal was du bekommst, du hast es nicht verdient das dich Menschen mögen, was das wichtigste von allem ist. Du brauchst es wie Luft zum Atmen, und zerstörst es dir selber durch den Hunger und die Selbstzweifel.Soweit kommst du noch in deiner Selbstbeurteilung. Aber alles andere? Die Gründe dafür liegen im Dunkeln, und werden sie vermutlich immer. Der Tod bleibt weiterhin der einzige Ausweg, den du liebst und hasst wie das Leben selbst, dass immer nimmt und nimmt und dem du schon seit Jahren immer und immer mehr ermüdend, hinterherläufst, ohne die geringste Hoffnung, es jemals einzuholen.